3) Corredor interoceanico / Interozeanischer Korridor
Die erste Woche wollten wir uns akklimatisieren und LaPaz kennenlernen. Aber unser Firmenchef musste geschäftlich nach Cochabamba und hat gefragt ob wir mitwollen, da konnten wir schlecht nein sagen.
Die Fahrt nach Cochabamba an sich ist schon ein Erlebnis: 6Stunden für 380km, vom mörderischen Gedränge im Stadtverkehr von LaPaz auf endlose Geraden im Hochland, welches mit seiner Weite, verzaubernden Schlichtheit und entfernten Gipfeln von 6000m Höhe reizt... man könnte aber auch trostlose Einöde sagen.
Die Strecke ist asphaltiert und entspricht der untersten Kategorie Bundesstrasse in der ehemaligen SBZ, ist aber tatsächlich die ca 3000km lange Hauptverkehrsader von Brasilien über Bolivien, Peru, und Chile, zwei Drittel davon Amazonas-Gebiet. Mitarbeiter des deutschen TÜV`s und/oder Leute mit Gefahrgut-Transportschein sollten nicht auf der Strecke fahren, die Ladung der Busse, Trucks, Pick-Ups und sonstigen abenteuerlichen Gefährten ist bestenfalls nebensächlich befestigt.
Wer auf der Strecke durch ElAlto fährt sollte besser im Stau die Fenster runtermachen: kann schon sein das einem die Brille vom Kopf gerissen wird (und zwar keine Sonnebrille, schön blöd wenn man extrem kurzsichtig ist), ist unserem Chef schon selbst passiert. Basti hat daraufhin seine Sonnenbrille ins Handschuhfach gepackt.
Das Dörfchen Lahuachaca hat keinen Stau, dafür anderes zu bieten: in diesem Dorf werden Rebellen ausgebildet (für Hobby-Fieldspooks und Google-Earth-Freunde: 17° 22min 33,32sec Süd; 67° 14min 16,01sec West), wenn die politische Situation angespannt ist blockieren die gerne auch mal die Strasse und man muss dann querfeldein ohne Licht bei Nacht das Dorf umfahren, für 2 € läuft ein Dorfjunge vor damit man wieder zur Strecke findet (hat unser Chef auch schon gemacht). Auch eine Möglichkeit sein Taschengeld aufzumöbeln. Leider/Gottseidank ist seit der Wahl von Presidente Evo Morales die politische Situation etwas entspannter, wir konnten ungehindert passieren.
Höchste Stelle der Strecke ist der LaCumbre mit 4600m, unser bisher höchster Punkt den wir erreicht haben in unserem Leben... bequem mit dem Auto, ganz ohne Schnee. Bei einem kleinen Spaziergang zum Gipfel haben wir dann gemerkt das 4 Tage Akklimatisierung durchaus
ausbaufähig sind, aber die Aussicht ist wirklich grandios. Danach Abfahrt bis auf 2800m, Cochabamba hat also etwas mehr Sauerstoff in der Luft (kommt jedem norddeutschen Flachlandtiroler entgegen).
PS: den Esel haben wir nicht auf dem Gewissen, aber gelacht wie die Grossen MUAHA
Die Fahrt nach Cochabamba an sich ist schon ein Erlebnis: 6Stunden für 380km, vom mörderischen Gedränge im Stadtverkehr von LaPaz auf endlose Geraden im Hochland, welches mit seiner Weite, verzaubernden Schlichtheit und entfernten Gipfeln von 6000m Höhe reizt... man könnte aber auch trostlose Einöde sagen.Die Strecke ist asphaltiert und entspricht der untersten Kategorie Bundesstrasse in der ehemaligen SBZ, ist aber tatsächlich die ca 3000km lange Hauptverkehrsader von Brasilien über Bolivien, Peru, und Chile, zwei Drittel davon Amazonas-Gebiet. Mitarbeiter des deutschen TÜV`s und/oder Leute mit Gefahrgut-Transportschein sollten nicht auf der Strecke fahren, die Ladung der Busse, Trucks, Pick-Ups und sonstigen abenteuerlichen Gefährten ist bestenfalls nebensächlich befestigt.
Wer auf der Strecke durch ElAlto fährt sollte besser im Stau die Fenster runtermachen: kann schon sein das einem die Brille vom Kopf gerissen wird (und zwar keine Sonnebrille, schön blöd wenn man extrem kurzsichtig ist), ist unserem Chef schon selbst passiert. Basti hat daraufhin seine Sonnenbrille ins Handschuhfach gepackt.Das Dörfchen Lahuachaca hat keinen Stau, dafür anderes zu bieten: in diesem Dorf werden Rebellen ausgebildet (für Hobby-Fieldspooks und Google-Earth-Freunde: 17° 22min 33,32sec Süd; 67° 14min 16,01sec West), wenn die politische Situation angespannt ist blockieren die gerne auch mal die Strasse und man muss dann querfeldein ohne Licht bei Nacht das Dorf umfahren, für 2 € läuft ein Dorfjunge vor damit man wieder zur Strecke findet (hat unser Chef auch schon gemacht). Auch eine Möglichkeit sein Taschengeld aufzumöbeln. Leider/Gottseidank ist seit der Wahl von Presidente Evo Morales die politische Situation etwas entspannter, wir konnten ungehindert passieren.
Höchste Stelle der Strecke ist der LaCumbre mit 4600m, unser bisher höchster Punkt den wir erreicht haben in unserem Leben... bequem mit dem Auto, ganz ohne Schnee. Bei einem kleinen Spaziergang zum Gipfel haben wir dann gemerkt das 4 Tage Akklimatisierung durchaus
ausbaufähig sind, aber die Aussicht ist wirklich grandios. Danach Abfahrt bis auf 2800m, Cochabamba hat also etwas mehr Sauerstoff in der Luft (kommt jedem norddeutschen Flachlandtiroler entgegen).PS: den Esel haben wir nicht auf dem Gewissen, aber gelacht wie die Grossen MUAHA


2 Comments:
Bevor die Schlaglöcher Eure Erinnerung trüben: Wie war es denn nun in Cochabamba?
Basti, für das Foto bekommst einen auf den Arsch, wenn Du wieder da bist.
Heul......
Wünsch euch noch viel Spaß, bis bald im kalten Deutschland.
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