17) Rurren… Rurrenack… wie heisst das nochmal?
Nachdem uns Student Matze, den wir letztes Jahr in Bolivien getroffen haben (Gruss nach China an dieser Stelle), glaubhaft versichern konnte das Rurrenabaque (“Rurrenabake” oder auch nur “Rurre”) eine Reise wert ist, haben wir 2 Fluege gebucht und 5 Tage dort verbracht.

Rurrenabaque liegt mitten im Amazonasgebiet im Dschungel, ist mindestens genauso heiss wie Santa Cruz, nur mit weniger Asphalt und mehr Viechzeuchs. Durch unsere Arbeit hier kannten wir ein hohes Tier bei Amaszonico Airlines, da war schonmal Rabatt gesichert. Da wir aber auch die bolivianische Luftwaffe (TAM) besuchen wollten, und diese in auch Zivilisten fliegt, haben wir den Hinflug mit TAM gemacht, in Uniform. Schon am militaerischen Flughafen, wo uebrigens auch einige C-130 Hercules stehen, wurden wir dann von den ersten Leuten angesprochen, eine Familie aus Bayern, die Eltern wollen den Kindern das Land zeigen.

Chef hat uns gesagt “TAM? Schnell schnell alle rein in den Flieger, dass ist wie Bus fahren…”. Ganz unrecht hatte er nicht, wir uns die Sitznummer gemerkt, die war aber mehr pro-forma, da wo Platz ist hinsetzen (und wir Deppen sind als letzte rein -.-). Im Flieger selber schnell ins Gespraech gekommen mit der Besatzung, ob wir den mal ins Cockpit der alten niederlaendischen Fokker duerften?
Ja, das wird arrangiert. Gegen Ende des Fluges von einer guten Stunde wurden wir dann nach vorne gebeten: nettes Gespraech mit den Piloten ( Heiko kriegt noch schnell im vorbeigehen die Kamera vom bayrischen Familienvater in die Hand gedrueckt) und die Erkenntnis, “hier wird noch selbst geflogen”, Autopilot war der Copilot, immerhin gabs ein GPS, aber um die hohen Bergketten musste die Crew dann doch selbst einen Bogen fliegen. Dann weite Schleife Richtung Landebahn, welche sich schon in der Ferne erkennen laesst, die rote “Fasten seat belt”-Lampe leuchtet schon seit einer ganzen Weile, fragen wir uns wann wir wieder nach hinten zu den sitzen muessen. Hm, gar nicht, wir standen bis Ende der Landung hinter den Piloten und haben alles mitbekommen (die Flughoehe wird vom Copiloten selbst alle 2 Sekunden durchgesagt, echtes Handwerk). Die “Landebahn” ist uebrigens eine sandige Piste, Gepaeck holt man sich nicht am Gepaeckband, sondern direkt vom Gepaeckkarren runter… da kommt schon das erstemal “Hinterwaeldlerfeeling” auf.

Dann noch ein Gruppenbild gemacht, bisschen greschnackt und gefragt wie weit es bis in die Stadt ist. Wir haben einen Kontaktmann aus der Schweiz vor Ort, Joerg Steiger, der soll ein Hotel besitzen, zwar schon belegt, aber wir sollen erstmal bei ihm reinschneien. Wie weit ist es also?
“Weniger als ein Kilometer!”
Och, na das schaffen wir ja auch zu Fuss, wollen hier mit Tarnfleck nicht als Weicheier rueberkommen. Also Rucksack aufgebuckelt, Tasche geshcnappt und Richtung statt auf einer Schotterstrasse marschiert… und marschiert… und marschiert… langsam wird es dunkel, die Viecher kommen… und marschiert… mit Mueckenzeuch eingeschmiert… und marschiert, die ersten Auslaeufer der Stadt kommen, der Schweiss ist schon da, so langsam fragen wir uns wo den der Abzweig vom Hotel ist, den “da muss ja ein Schild oder sowas sein!”
…noe muss nich, wir fragen dann einen Taxifahrer, aha, wir sind dran vorbeigelatscht, ein Shcild gibt es wirklich nicht, und bis dahin wars schon mehr als 2 Kilometer… naja bis zur Innenstadt, wo wir waren nachdem wir ueber eine zerstoerte Bruecke geklettert sind, waren es dann mehr als 6… Sport fuer heute durch, mit dem ganzen Kram und der schwuelen Hitze, die einen schon im Sitzen platt macht, wollen wir nur noch ins Hotel, also Taxi besorgt… die sind hier aber zu 90% Moppeds -_-
Nach etwas Suche dann ein Taxi-aehnliches Auto gefunden (ein schrottiger Toyota, so wie fast alle Autos hier), ob er uns fahren kann?
“Jaja!”
“Ja moment Amigo, was solls kosten?”
“Umm… aeaeh… *gruebel / schauspieler* 35 Bolis!”
Wir kommen uns ein wenig wie Clowns vor, wir kennen hier die Preise nicht aber die liegen so zwischen 6 und 15 Bolis, dazu stehen wir mit Barett, in Tarnfleck, Rucksack mit Macheten, Kampfmesser und Sani-Tasche angeflanscht durchgesdchwitzt vor ihm…
“Aeh… sehen wir wie Touristen aus oder was?!?!”
(er kann ja nicht ahnen, dass wir im Prinzip genaus das hier sind…)
“…”
“Hoer zu Junge, wir wissen, dass der Preis scheisse ist, aber wir haben echt keinen Bock mehr zu laufen, also geb ich dir 30 fuer beide und gut, einverstanden?”
“Jaja, kein Problem!”
*leichtes gegenseitiges Angrinsen*
Die Fahrt geht dann eine Holperstrecke hoch, immerhin, dass waren 3 Euro wert hier nicht hochlaufen zu muessen, und beim Aussteigen dann noch mit “wir wissen beide, das Trinkgeld ist im Gringopreis schon mit drin, gelle?”
*breites Grinsen vom Fahrer nebst hoelficher Verabschiedung*
Joerg lebt schon seit laengerem in Bolivien, und hat sich ganz nett eingerichtet: sein neues Haus ist ein Turm, nebst zugehoeriger Seilbahn, die wir am naechstenTag auch ausprobiert haben, coole Sache!

Joerg vermittelt uns zudem auch einen Platz im “Hotel Berlin”, das erste Hotel was es in Rurre gab, gefuehrt vom Sohn eines deutschen Afrikakorps-Veteranen. Wir sind untergebracht (2 Euro die Nacht) zusammen mit Hans “reisender Hans” Weber, der uns netterweise im selben Raum im uebrigen Bett und einer extra rangeschafften Matraze pennen laesst. Hans kommt seit ueber 40 Jahren regelmaessig nach Bolivien, hat hier die ein oder andere Havarie erlebt (Schiff auf Grund gelaufen mitten im Dschungel, samt naechtlicher Notfallreparatur und dann 3 Wochen ohne Geld in einem Dschungeldorf rumgehockt bis er dachte “das war's dann wohl”). Nebenbei war er Lehrer in der alten deutschen Schule in La Paz, und hat unseren Chef unterrichtet (“Ach der Herr Weber! Den gibts noch?!”). Tja, die Welt ist ein Dorf, komischerweise merkt man das besonders hauefig hinten links in der Welt, in Bolivien… komisch…
Basti hat den Tag vor dem Abflug noch einen “Kumpel vom Kumpel” kennengelernt, den Tadi, dieser hat einen Kumpel in Rurrenabaque, den Pepe, und dieser hat eine Travel-agency fuer den Dschungel, und eventuell noch eine “Spezial-nicht-Tourist-Tour” anzubieten, und ausserdem: “When you’re with Pepe, he’s the biggest Gangsta in town, nobody will fuck with you in Rurre!” (damit sind gewaltbereite Maenner gemeint, nicht Frauen…).
Tatsechlich stellt sich Pepe er sehr netter Typ raus, de runs morgen einen 3 Tages-Trip in die Pampas organisieren kann, zum Kumpelpreis. Klingt schonmal gut, aber wir wollen noch in den “richtigen” Dschungel! Ja, da haette er was, heute abend wuerde es losgehen, so bis 1 uhr nachts, wir braeuchten dunkle Kleidung. Hae? Ja wenn wir wollen koenne wir mit ihm, seinem Dad und noch ein paar Jungz jagen gehen im Dschungel, Waffen haette er fuer uns. Na das klingt doch nach einer Action-tour, wir sind dabei, alles im Preis mit drin.
Vorher wollten haben wir uns 2 Quadratraxx ausgeliehen und sind zu Joerg hoch, Seilbahn fahren und eine Stunde abhaengen im “Butterfly-pool”, der Pool mit einer der schoensten Aussichten die man wohl haben kann.
Rurrenabaque liegt mitten im Amazonasgebiet im Dschungel, ist mindestens genauso heiss wie Santa Cruz, nur mit weniger Asphalt und mehr Viechzeuchs. Durch unsere Arbeit hier kannten wir ein hohes Tier bei Amaszonico Airlines, da war schonmal Rabatt gesichert. Da wir aber auch die bolivianische Luftwaffe (TAM) besuchen wollten, und diese in auch Zivilisten fliegt, haben wir den Hinflug mit TAM gemacht, in Uniform. Schon am militaerischen Flughafen, wo uebrigens auch einige C-130 Hercules stehen, wurden wir dann von den ersten Leuten angesprochen, eine Familie aus Bayern, die Eltern wollen den Kindern das Land zeigen.
Chef hat uns gesagt “TAM? Schnell schnell alle rein in den Flieger, dass ist wie Bus fahren…”. Ganz unrecht hatte er nicht, wir uns die Sitznummer gemerkt, die war aber mehr pro-forma, da wo Platz ist hinsetzen (und wir Deppen sind als letzte rein -.-). Im Flieger selber schnell ins Gespraech gekommen mit der Besatzung, ob wir den mal ins Cockpit der alten niederlaendischen Fokker duerften?
Ja, das wird arrangiert. Gegen Ende des Fluges von einer guten Stunde wurden wir dann nach vorne gebeten: nettes Gespraech mit den Piloten ( Heiko kriegt noch schnell im vorbeigehen die Kamera vom bayrischen Familienvater in die Hand gedrueckt) und die Erkenntnis, “hier wird noch selbst geflogen”, Autopilot war der Copilot, immerhin gabs ein GPS, aber um die hohen Bergketten musste die Crew dann doch selbst einen Bogen fliegen. Dann weite Schleife Richtung Landebahn, welche sich schon in der Ferne erkennen laesst, die rote “Fasten seat belt”-Lampe leuchtet schon seit einer ganzen Weile, fragen wir uns wann wir wieder nach hinten zu den sitzen muessen. Hm, gar nicht, wir standen bis Ende der Landung hinter den Piloten und haben alles mitbekommen (die Flughoehe wird vom Copiloten selbst alle 2 Sekunden durchgesagt, echtes Handwerk). Die “Landebahn” ist uebrigens eine sandige Piste, Gepaeck holt man sich nicht am Gepaeckband, sondern direkt vom Gepaeckkarren runter… da kommt schon das erstemal “Hinterwaeldlerfeeling” auf.
Dann noch ein Gruppenbild gemacht, bisschen greschnackt und gefragt wie weit es bis in die Stadt ist. Wir haben einen Kontaktmann aus der Schweiz vor Ort, Joerg Steiger, der soll ein Hotel besitzen, zwar schon belegt, aber wir sollen erstmal bei ihm reinschneien. Wie weit ist es also?
“Weniger als ein Kilometer!”
Och, na das schaffen wir ja auch zu Fuss, wollen hier mit Tarnfleck nicht als Weicheier rueberkommen. Also Rucksack aufgebuckelt, Tasche geshcnappt und Richtung statt auf einer Schotterstrasse marschiert… und marschiert… und marschiert… langsam wird es dunkel, die Viecher kommen… und marschiert… mit Mueckenzeuch eingeschmiert… und marschiert, die ersten Auslaeufer der Stadt kommen, der Schweiss ist schon da, so langsam fragen wir uns wo den der Abzweig vom Hotel ist, den “da muss ja ein Schild oder sowas sein!”
…noe muss nich, wir fragen dann einen Taxifahrer, aha, wir sind dran vorbeigelatscht, ein Shcild gibt es wirklich nicht, und bis dahin wars schon mehr als 2 Kilometer… naja bis zur Innenstadt, wo wir waren nachdem wir ueber eine zerstoerte Bruecke geklettert sind, waren es dann mehr als 6… Sport fuer heute durch, mit dem ganzen Kram und der schwuelen Hitze, die einen schon im Sitzen platt macht, wollen wir nur noch ins Hotel, also Taxi besorgt… die sind hier aber zu 90% Moppeds -_-
Nach etwas Suche dann ein Taxi-aehnliches Auto gefunden (ein schrottiger Toyota, so wie fast alle Autos hier), ob er uns fahren kann?
“Jaja!”
“Ja moment Amigo, was solls kosten?”
“Umm… aeaeh… *gruebel / schauspieler* 35 Bolis!”
Wir kommen uns ein wenig wie Clowns vor, wir kennen hier die Preise nicht aber die liegen so zwischen 6 und 15 Bolis, dazu stehen wir mit Barett, in Tarnfleck, Rucksack mit Macheten, Kampfmesser und Sani-Tasche angeflanscht durchgesdchwitzt vor ihm…
“Aeh… sehen wir wie Touristen aus oder was?!?!”
(er kann ja nicht ahnen, dass wir im Prinzip genaus das hier sind…)
“…”
“Hoer zu Junge, wir wissen, dass der Preis scheisse ist, aber wir haben echt keinen Bock mehr zu laufen, also geb ich dir 30 fuer beide und gut, einverstanden?”
“Jaja, kein Problem!”
*leichtes gegenseitiges Angrinsen*
Die Fahrt geht dann eine Holperstrecke hoch, immerhin, dass waren 3 Euro wert hier nicht hochlaufen zu muessen, und beim Aussteigen dann noch mit “wir wissen beide, das Trinkgeld ist im Gringopreis schon mit drin, gelle?”
*breites Grinsen vom Fahrer nebst hoelficher Verabschiedung*
Joerg lebt schon seit laengerem in Bolivien, und hat sich ganz nett eingerichtet: sein neues Haus ist ein Turm, nebst zugehoeriger Seilbahn, die wir am naechstenTag auch ausprobiert haben, coole Sache!
Joerg vermittelt uns zudem auch einen Platz im “Hotel Berlin”, das erste Hotel was es in Rurre gab, gefuehrt vom Sohn eines deutschen Afrikakorps-Veteranen. Wir sind untergebracht (2 Euro die Nacht) zusammen mit Hans “reisender Hans” Weber, der uns netterweise im selben Raum im uebrigen Bett und einer extra rangeschafften Matraze pennen laesst. Hans kommt seit ueber 40 Jahren regelmaessig nach Bolivien, hat hier die ein oder andere Havarie erlebt (Schiff auf Grund gelaufen mitten im Dschungel, samt naechtlicher Notfallreparatur und dann 3 Wochen ohne Geld in einem Dschungeldorf rumgehockt bis er dachte “das war's dann wohl”). Nebenbei war er Lehrer in der alten deutschen Schule in La Paz, und hat unseren Chef unterrichtet (“Ach der Herr Weber! Den gibts noch?!”). Tja, die Welt ist ein Dorf, komischerweise merkt man das besonders hauefig hinten links in der Welt, in Bolivien… komisch…
Basti hat den Tag vor dem Abflug noch einen “Kumpel vom Kumpel” kennengelernt, den Tadi, dieser hat einen Kumpel in Rurrenabaque, den Pepe, und dieser hat eine Travel-agency fuer den Dschungel, und eventuell noch eine “Spezial-nicht-Tourist-Tour” anzubieten, und ausserdem: “When you’re with Pepe, he’s the biggest Gangsta in town, nobody will fuck with you in Rurre!” (damit sind gewaltbereite Maenner gemeint, nicht Frauen…).
Tatsechlich stellt sich Pepe er sehr netter Typ raus, de runs morgen einen 3 Tages-Trip in die Pampas organisieren kann, zum Kumpelpreis. Klingt schonmal gut, aber wir wollen noch in den “richtigen” Dschungel! Ja, da haette er was, heute abend wuerde es losgehen, so bis 1 uhr nachts, wir braeuchten dunkle Kleidung. Hae? Ja wenn wir wollen koenne wir mit ihm, seinem Dad und noch ein paar Jungz jagen gehen im Dschungel, Waffen haette er fuer uns. Na das klingt doch nach einer Action-tour, wir sind dabei, alles im Preis mit drin.
Vorher wollten haben wir uns 2 Quadratraxx ausgeliehen und sind zu Joerg hoch, Seilbahn fahren und eine Stunde abhaengen im “Butterfly-pool”, der Pool mit einer der schoensten Aussichten die man wohl haben kann.
VIDEO
Auf der Rueckfahrt verliert Basti noch seinen Dschungelhut (der Anfaenger), und sucht dann wie bloed auf dem Boden rum.
“Was suchst du?”
“Na mein Boony-hat!”
“…der ist doch hinten auf deiner Machete.”
“-_-“ (der Trottel)
Nachts geht es dann los, Tarnfleckzeuch im Rucksack, mit Pepes 4wheeler in den Dschungel, wir wollen an einem Fluss jagen der wenig Wasser fuehrt, die Tiere kommen dahin zum Trinken.
Die Fahrt an sich war aber schon abenteuerlich, mehrmals durch den sich durch den Urwald schlaengelnden Fluss durch (mit 2 Rad Antrieb, der Wagen war neu, keener wusste so richtig wie das geht mit dem Schaltknueppel… aha…) ueber Aeste und Schlagloecher tief wie der Marianengraben, zwischendurch kam dann noch ein Lkw entgegen, also erstmal 300 Meter im Rueckwaertsgang bis der Brocken durchkam.
Dann am “Basislager” bei Daemmerung angekommen, ein paar Holzfaeller und ausgeloeffelte Schildkroetenpanzer begruesst und dann Einweisung fuer die Jagd.
“Braucht ihr grosse Messer? Insbesondere die Jaguare sind gefaehrlich!”
“Oh, aha, gut zu wissen… aber wir haben alles dabei… Jaguare *murmel*”
Unsere Schiesspruegel:
Eine .22er Flinte mit Laserpointer und eine automatische Shotgun, etwas sehr unterschiedlich, aber nicht schlecht. Heiko also die Shotgun, Basti die “Laserkanone”.
(hier wieder ein Bild aus der "Fieldspook"-Serie...)
Jagen geht dann wie folgt: man stapft durch den Wald am Fluss entlang, hoert man was oder sieht man was, Licht aus, in Anschlag gehen, dann das Wild direct anleuchten, das verharrt dann 3 Sekunden im Leuchtkegel. Dann MIT DER LAMPE in der anderen Hand durchladen und draufhalten… klingt nicht so einfach, isses auch nicht (also mal ehrlich, wir haetten ja laengst mal 2 maglights an die Knarren getaped, aber die Jungz hier schaffen das anscheinend auch ohne). Heiko mit Pepe voraus, Basti als 2tes Team in einigen Minuten Abstand mit Daddy Tico Tudela hinterher.
(Tico Tudela ist eine kleine Beruehmtheit, er hat den Israeli Jhossi Ginsberg getroffen, welcher mit einem Flugzeug im Dschungel abgestuerzt ist und sich mit einem Englaender und einem Franzosen durchschlagen wollte bis zur naechsten Ortschaft, er hat es als einziger geschafft und Tico getroffen. Nachzulesen in “Back from Tuichi”).
Als es dann in nahezu kompletter Dunkelheit losgeht die Erkenntis: wir gehen nicht am halbtrockenen Fluss lang, sondern die naechsten 5 Stunden direct DARIN. Na ok, den eben nasse Fuesse, ist ja warm (Tico und Pepe haben Gummistiefel an, wir die Bundeswehrbotten, ab Mitte Schienbein sind die spaetestens nicht mehr wasserdicht, bis zum Knie auf keinen Fall -.- )
Ploetzlich sieht Pepe ein Tier und eroeffnet das Feuer! Voll in den Baum geraucht, Heiko rechnet damit dass das Wild abhaut… aber das dumme Ding bleibt wie angewurzelt stehen!
*Uff… aeh… raff-raff- denk…BALLERN!*
Heiko legt an, kruemmt den Abzug… und in dem Moment hopst das Ding doch noch davon… hnrg!
Dummerweise haben die 2 Schuesse alles Getierkram anscheinend etwas aufmerksamer gemacht, Basti und Tico hoeren zwar eine Menge Jaguargeschrei in der Naehe und eine Menge spuren, eine Schussgelegenheit hat sich aber trotz “intensiver Suche und Befragung der Kameraden” nicht ergeben, so ist das eben wenn man was “echtes” macht, bei den Touristentouren kann es durchaus mal sein, wenn man keine Anaconda aufspuert, dass dann schnell mal eine aus dem Kaefig geholt wird (“Ups Gringos, hier ist doch noch eine schaut mal!”), Hans hat das wohl schon oefters mal erlebt (so ein alter Haudegen laesst sich halt nichts vormachen ;] ).
Dennoch, so eine Jagd in einem Flussbett im Dschungel, mit dem ganzen naechtlichen lauten im Wald und vorbeihuschenden Silouhetten, das hat schon was, danke an Familie Tudela an dieser Stelle!
Mit der fuer bolivianischen Verhältnisse ueblichen Verspaetung dann um halb 4 nachts bei Hans ins Zimmer gepoltert, draussen vor der Tuer den Schlamm ein wenig entfernt und festgestellt, das die BW-Stiefel die naechsten 2 Tage nicht zugebrauchen sind -.-
…und um 7 wieder aufstehen, zur Pampatour, nach 3 Stunden Schlaf, aber wir sind ja nicht zum Spass hier…
[to be continued]


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