Monday, September 11, 2006

13) "Ähm... dürfen wir auch mal?" - "Claro!"

(Achtung lieber Zivilist, dieser Beitrag ist STARK militärisch angehaucht und benutzt den einen oder anderen waffentechnischen Fachausdruck, Langeweilegefahr!!!)



Da man es mit den Sicherheitsvorkehrungen nicht so genau hält in Bolivien, dachten wir uns, es wäre doch gut mal in Bolivien Schiessen zu gehen, man kann hier bestimmt einiges ausprobieren.
Wir haben dann auch eher zufällig einen Reitclub gefunden, es hiess man könne da auch schiessen. Leicht skeptisch haben wir uns dort einen kleinen Tontaubenstand für Schnösel vorgestellt, aber als wir die Schiessanlage sahen wurden wir eines besseren belehrt.
Tatsächlich ist der Schiessstand des "Club Hipico, Los Sargentos" der beste in Südamerika, selbst aus den USA reisen Leute an um hier rumzuknallen.

Es gibt hier bis 300m alles, jede Menge verschiedener Ziele, genauso wie einen internationalen IPSC-course ("Todo muerte, pero rapido!" = alles tot machen, aber schnell).
Zudem gibt es keine Limitierung, wer will (und hat) kann auch Panzerfaust schiessen. Vorschlag der Leute dort:
"You can even take your tank here!"
Sorry, der hat leider nicht ins Handgepäck gepasst...

Die Jungs vor Ort waren alle etwas älter und sehr international, so haben einige Vorfahren aus Deutschland, Russland, Chile und den USA. Und alle lieben Waffen, wir haben uns gleich wohl gefühlt. Wir hatten den Eindruck, daß man sich wirklich freute uns zu sehen, auch am zweiten Tag als wir da waren, liess man nicht zu, daß wir unsere Munition bezahlen.


Und dabei haben wir einiges verballert: AR15, 44er Magnum, 92F Beretta (zum Beispiel im PC-game "Max Payne"), Glock in diversen Kalibern, M2 (ein M1 mit Dauerfeuer), Garand (aus "Call of Duty", der Auswurfsound des Ladestreifens ist doch tatsächlich genau derselbe, irre...), getunter Colt 1911, die Grandmasterversion für schlappe 4000 US-Dollar, um nur einige zu nennen.

Die Jungs hier waren hochprofessionel, zum Teil ehemalige Mitglieder des UDT (US-Kampfschwimmer, nun zugehörig zu den Navy-Seals), diverser Armeen und Polizei und haben zum Teil an Wettkämpfen mit der GSG 9 teilgenommen. Und sie verstanden es, sehr exakt und schnell mit ihren Schiessprügeln umzugehen, so konnten wir einiges dazulernen.

Während Heiko auf Anhieb mit 22er Gewehren mit hoher Präzision beeindrucken konnte, tat sich Basti gut im IPSC-course, an die Leistungen der Mitglieder kamen wir aber lange nicht heran (die haben auch in den Waffen-verliebten USA internationale Preise eingeheimst, Respekt!)
Wer einen Tennisarm möchte, der sollte mal die 44er Magnum leerschiessen...

Interessant auch: Umbau eines Browning Maschinengewehrs in ein Präzisionsgewehrs, technisch höchst beeindruckend.

Auch sehr witzig: ein ca. 8m langes Schienenstück mit Draisine (ein kleines Eisenbahnfahrgestell, mit Wippe die durch Muskelkraft den Wagen antreibt), 2 Mann oben drauf, hin und her und dabei auf Ziele schiessen, darauf muss man erstmal kommen!
Wir werden uns, da letzte Woche, nochmal beim Club am Samstag verabschieden, es waren mit die nettesten Leute die wir in Bolivien getroffen haben, danke Jungs!
Heiko würde am liebsten den ganzen Platz mit nach Deutschland nehmen, aber der passt wohl (wie der Panzer) auch nicht ins Handgepäck... .


1 Comments:

At 1:53 PM, Anonymous Anonymous said...

HUARG!!!
Das will ich auch.Besteht da nicht doch ne möglichkeit mir nen kleines Suve..suw...em ich meine,ein willkommensgeschenk,ins handgepäck zu bekommen.Irgendwas kleines das große löcher macht(beim austritt reich auch)
Das währ schön!
Los Basti,gib dirnen Ruck.Das risiko geht man doch ein,für ein duften Kumpel(ich wüds tun;-}
Freu mich auf deine(eure)rückkehr.
Bis dahin,gruß aus good old Germany you "PIGFUCKERS"grins
Tommy

 

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